Ritalin – die Kinderdroge

Sisyphus-Magazin

Das Zappel-Philipp-Syndrom, auch ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) genannt, das nervöse Kinder umschreibt, die sich schlecht über den gesamten Schultag konzentrieren können, wird immer häufiger mit Ritalin behandelt. Etwa jedes 10. Kind erhält das Medikament aufgrund vorzeitiger Einschulung, mangelnder körperlicher Auslastung und belastender Elternhäuser. Statt sich an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren, wie Einschulung erst beim Erlangen der Schulreife, ausreichende altersentsprechende Bewegung, ein unbelastetes Elternhaus, wird Ritalin verordnet. Eine bequeme Lösung für Ärzte, Lehrer und Eltern, doch was bedeutet es für ein Kind?

Eine kanadische Metastudie mit 1 Million Grundschulkinder belegte, dass Kinder, die die Diagnose ADHS erhielten und mit Ritalin behandelt wurden, in Wirklichkeit häufig lediglich zu früh (mit 5 Jahren) eingeschult wurden und damit ganz normales altersentsprechendes Verhalten zeigten: 5-Jährige können in der Regel noch nicht so lange stillsitzen, wie in der Schule gefordert. Statt die Kinder ein Jahr zurückzustellen, damit sie den Entwicklungssprung zum 6-jährigen schulreifen Kind selbständig schaffen…

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Philosophiekritik

Der Mensch ist nicht Intellekt allein.

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Soteria – Hoffnung bei Schizophrenie

Sisyphus-Magazin

Die Soteria ist ein milieutherapeutisches Konzept zur Schizophreniebehandlung. In den 1970er Jahren entwickelte Loren Mosher, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Direktor des Zentrums für Schizophrenieforschung am National Institute of Mental Health in Maryland, das milieutherapeutische Behandlungsmodell der Soteria.

Soteria kommt aus dem Griechischen und bedeutet Geborgenheit, Heil, Sicherheit, Befreiung. Ganz im Sinne dieser Bedeutung nahm Mosher eine kleine Gruppe schizophrener Patienten in seine Wohngemeinschaft auf. Zwangsbehandlungen, wie Fixierung, Einsperren und Zwangsmedikation, wie sie schizophrene Menschen häufig aus klassischen Psychiatrien kennen, waren hier tabu. Stattdessen erhielten die Patienten zu Beginn eine einfühlsame 24-Stunden-Begleitung in einem reizarmen Zimmer, dem so genannten weichen Zimmer, durch eine feste Bezugsperson. Nach etwa sechs Wochen klangen die Symptome ab und die Patienten konnten in die Wohngemeinschaft integriert werden, in der sie kleinere Aufgaben für die Gemeinschaft erledigten. Es folgte eine Schritt-für-Schritt-Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Soteria im Vergleich zur Behandlung mit Neuroleptika bei schizophrenen Patienten

Ähnlich wie…

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New York – von so weit her der Name

Sisyphus-Magazin

Der Ortsname New York entstand 1664. Zuvor hieß die Ansiedlung vier Jahrzehnte lang Nieuw Amsterdam; denn sie gehörte damals zum niederländischen Kolonialgebiet an der Ostküste Nordamerikas. Nach der englischen Eroberung übertrug König Karl II. die Inselstadt an seinen Bruder James Stuart, Herzog von York, der später Karls Nachfolger als König Jakob II. von England wurde. Daher also die Bezeichnung für die heutige US-Metropole.

Aber woher der Name York? So einsilbig er lautet, so vertrackt sind die Teile, aus denen er sich zusammensetzt. Obwohl die heutige nordenglische Großstadt weit im Inneren der britischen Hauptinsel liegt, hat die Endung ihres ausführlichen älteren Namens Jórvík die Bedeutung „Bucht“. Dieser scheinbare Fehlgriff – immerhin liegt York nur etwa 50 km nordwestlich der buchtähnlichen Flussmündung Humber – will freilich nichts besagen, wenn man bedenkt, wer in der Zeit um das Jahr 900 in dem Gebiet das Sagen hatte: die Wikinger. Das Wik in deren Namen ist nun durchaus angebracht, waren sie doch ein…

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Therapie der Psychosen

Quelle: Therapie der Psychosen

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Therapie der Psychosen

Sisyphus-Magazin

Durch die Einführung der Neuroleptika hat die Therapie der Psychosen einerseits große Fortschritte, andererseits aber auch enorme Rückschritte gemacht.

Während bereits in den 1940er und 1950er Jahren an den psychologischen Ursachen und psychotherapeutischen Methoden zur Schizophreniebehandlung geforscht wurde, begrenzt sich die heutige Behandlung fast ausschließlich auf Psychopharmaka und alltagsstrukturierende Maßnahmen.  Durch die Einführung der Neuroleptika ist es vielen Patienten möglich, eine selbständige Lebensführung außerhalb von Kliniken und Heimen zu führen. Da Psychopharmaka jedoch viele Nebenwirkungen aufweisen und lediglich Symptome unterdrücken sind häufig ein Chronifizieren, ein Stagnieren und sogar eine Verschlechterung der Erkrankung zu beobachten, wenn ausschließlich medikamentös behandelt wird.

Geschichte der Schizophreniebehandlung

Anfang der 1930er Jahre begann Sakel schizophrene Patienten mit hochdosiertem Insulin in ein Koma zu versetzen. Spätere Untersuchungen ergaben, dass diese Therapie sich nicht als hilfreich erwies, hohe gesundheitliche Risiken bis hin zum Dauerkoma und zum Tod in sich barg. Ab 1935 wurden hirnchirurgische Eingriffe durchgeführt, die zum…

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Zahn der Zeit

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